Nach drei Tagen ohne Nachricht erreichte mich gestern trotz aller gekappten Kommunikationsverbindungen meine Tochter aus Kairo. Ihre letzten Fotos vom Aufstand stammten vom Mittwoch. Seitdem sind Internet und Telefone tot. Sie standen, soviel habe ich den zwei Minuten des Gesprächs verstanden, sie standen vor dem ägyptischen Museum um es vor Plünderungen zu schützen. Trotz der Ausgangssperre und dem Vorgehen der Staatsmacht. Das Schicksal des Irakischen Museums in Bagdad seinerzeit vor Augen, denke ich: Ein Aufstand, der zugleich darauf achtet die Geschichte des Volkes zu schützen ist ein Novum. Eine Revolution, die ihre Kultur verteidigt hat vielleicht die Aussicht das Regime hinweg zu fegen ohne im Chaos zu enden, aus dem dann neue Diktatoren kommen.