02.06.11

Die Paradoxa mehren sich. Um die Zivilbevölkerung Libyens vor Gaddafi zu schützen wird sie verstärkt bombardiert. Um Osama Bin Laden seiner gerechten Strafe zu zu führen befiehlt ein Präsident life dessen Hinrichtung. Eine Bundesregierung, die gerade erst die Verlängerung der Laufzeiten für Kernkraftwerke beschloss, übt sich nach Fukushima im Salto mortale und verkürzt nun tatsächlich die Laufzeiten. Buchstabieren wir die Ereignisse weiter, dann schwindet jede Sicherheit wie von selbst. Es ist einfach kein Verlass mehr: auf die Politik nicht und nicht auf die Wirtschaft und schon längst nicht mehr auf die Finanzen. Irgendwie ist doch der Wurm drin. Retten wir nun die Griechen gegen deren Willen? Oder die Portugiesen? Oder die Italiener? Oder uns? Und wie lange macht denn nun die EU noch? Und in Afghanistan ist ja nicht einmal ein General mehr sicher. Und der deutsche Verteidigungsminister aus dem schönen Sachsen hat verkündet für die Toten zu beten. Wäre das nicht eigentlich die Aufgabe eines Feldkaplans? Und was haben wir eigentlich dort zu suchen wenn wir erst einmal die Zivilisten erschießen müssen um ihnen zu helfen? Wirklich, die Politik scheint sehr hilflos zu werden. Viel an Taktik – keine Strategie.  Vielleicht macht es der Westerwelle richtig? Wenn es nicht mehr geht kann man ja den Posten abgeben. Aber wer kriegt ihn dann? Die LINKE ? Die Sozialdemokraten? Die GRÜNEN? Trittin for Kanzler! Eigentlich klingt das schon ganz gut. Mit dem Erzengel Gabriel an der Seite und – was die Linke betrifft schau’n wir mal. Oder lieber nicht. Frau Kipping als Ministerin für Grundeinkommen? Immerhin arbeitet sie seit ihrem sechzehnten Lebensjahr darauf hin. Das ist Konsequenz. Aber das scheint doch nicht nötig zu werden. Ganz so schlimm kommt es nicht.  Und wie kommt es? Ja, das ist das Thema der nächsten drei Jahre. Bis dahin merkeln wir weiter. Und wenn das alles nicht so ernst wäre könnte man sogar drüber lachen.