In Concert

„Als BERND RUMP das kleine Podest betritt, sind wie aus dem Nichts all die Assoziationen aus jenen Jahren plötzlich wieder da. Da vorn steht einer, Hose, Hemd und Jacke wie von damals, das schlichte Ebenbild von einem zwischen Rebell, Rocker und Intellektuellen, der gleich beweisen wird, dass ihm nur seine Worte wichtig sind, und so startet er mit seinem "Lebenslied", einem Lied aus dem Leben, zwischen Kommen und Gehen, gegriffen und mit "Staub im Mund". Vom Gehen eines Musikanten hatte ich gerade erst erfahren müssen und das Leben wollte, dass am gleichen Tag mein zweites Enkelkind das Licht dieser Welt erblickte. Da ist mir hier gleich bei den ersten Tönen kalt und heiß geworden. Beim nächsten, dem "Siebenlied", das nach seinen Worten knappe drei Jahrzehnte auf dem Buckel hat, gleich noch mal und noch mal auch, als er dort vorn stehend von "Da war ein Land (das meinen Alltag durchbohrt)" sang und dieses Durchbohren wird er den ganzen Abend mit uns machen. Es geschieht, während er vor uns stehend, manchmal die Hände in die Hosentaschen steckt oder sie, wie für eine Umarmung, weit ausbreitet.  So erzählt er von "Nachkriegskindern" oder von einem "Herbsttag" mit den Worten von Rilke und deren Doppeldeutung für Mensch und Natur und neben ihm, beinahe unscheinbar, steht ISOLDE LOMMATZSCH, die WunderbunTde, und begleitet ihn, den Sänger manchmal unauffällig führend, auf ihren Tasten....“

aus: http://www.deutsche-mugge.de/live-berichte/2631-bernd-rump-mit-isolde-lommatzsch-in-dresden.html